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  • Bestandsaufnahme und Abgrenzung

Im sozialpädagogischen Bereich wird immer früher der Ruf nach psychiatrischer Abklärung laut.

Dieser Ruf dient verständlicherweise der Absicherung der im Prozess involvierten  Sozialarbeiter, hat aber weit mehr Folgen als die der Abklärung.

Klienten werden pathologisiert und stigmatisiert.

In vielen Fällen werden die hinter der Symptomatik des Klienten stehenden Themen und Problem- Konstellationen kaum berücksichtigt und nicht gelöst.

Auch gängige Therapieangebote, die lediglich und ausschließlich einen problem- und vergangenheits- orientierten Ansatz verfolgen, schaffen eine unzureichende Basis zur Lösung von Gegenwarts- und Zukunfts- Problemen.

 

Die Erfahrungswerte haben gezeigt, dass es wichtig ist, ein auf die Vergangenheit orientiertes Vorgehen durch ein auf Zukunft und Lösung ausgerichtetes Vorgehen zu ergänzen.

 

Die Coaching- und Beratungsangebote von PlanB beinhalten ein methodisches Repertoire zur lösungsbezogenen Initiierung und Begleitung von Veränderungs- und Entwicklungsprozessen.

 

Sowohl das Erkennen von Problem- Mustern als auch die Aktivierung von Ressourcen zur Lösungserkundung und die Unterstützung bei konkreten Lösungs- Schritten sind elementare Bestandteile einer modernen Coaching- und Beratungsarbeit.

 

PlanB schafft mit diesem Ansatz eine Verbindung zwischen sozialpädagogischer Entwicklungsarbeit und psychischer Gesundung.

Eine konstruktive Zusammenarbeit sowohl mit Vertretern des Sozialsystems als auch mit  Vertretern des Gesundheitssystems ist erwünscht.

 

  • Grundlagen der Beratungsangebote von PlanB

 

Klienten brauchen die volle Akzeptanz und Wertschätzung ihrer Person und ihres Erlebens. Einen Fokus auf „Störungen“ und „Krankheitsbilder“ gibt es bei PlanB nicht. Jede Intervention muss im Einklang mit den Vereinbarungen sein, die zwischen BeraterIn und Klient bzgl. Aufträgen und Zielen getroffen werden.

 

Die pädagogischen Mitarbeiter von PlanB bringen mit:

  • ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten,
  • individual- und systemtherapeutische Kompetenzen (Menschen sind als Individuen und als Teil eines Systems zu sehen),
  • Flexibilität im professionellen Umgang mit den Wirklichkeitskonstruktionen des Klienten
  • die Fähigkeit, mit den Botschaften des Klienten zieldienlich umzugehen

 

In jeder Beratungssitzung geht es um eine Vielzahl von Informationen und Details auf verbaler und körpersprachlicher Ebene. Die nachfolgenden Fragen und Erläuterungen dienen der Strukturierung und orientieren sich an den zentralen Elementen einer kooperativ gestalteten und problem- lösungs- ausgerichteten Beratungsarbeit.

 

  • Grund- Struktur von Beratungs- Prozessen:

 

Symptombeschreibungen im Klientensystem:

 

Professionelle Beratungsarbeit zeichnet sich dadurch aus, dass der (die) BeraterIn sich Zeit nimmt, Informationen aus dem Klientensystem zu sammeln, u.a. darüber

 

  • was von den Klienten als problematisch wahrgenommen wird
  • welche Überzeugungen und Wertehaltungen formuliert werden
  • welche Selbstbilder zum Ausdruck kommen
  • wem die Problematik im Besonderen schadet, aber auch wem sie nutzt
  • welche Konflikte hinter der beschriebenen Symptomatik stehen
  • welche positiven Funktionen / Absichten / sekundäre Gewinne hinter der Symptomatik stehen

 

Auftragsvereinbarungen:

Bei der Auftragsklärung wird herausgestellt, welche Inhalte auf welche Weise zwischen Berater und Klient bearbeitet werden. Daraus resultieren Vereinbarungen, die zum einen die Erwartungen, Wünsche und Hoffnungen des Klienten (bzw. des Klientensystems) und zum anderen die Interventionsangebote beinhalten. Zentral hierbei ist das beidseitige Einvernehmen über die Vorgehensweise.

Zum professionellen Know how gehört

  • die Flexibilität, bereits bestehende Aufträge ggf. neu zu justieren, zu verfeinern oder in Absprache mit dem Klienten zu verändern.
  • die Wachsamkeit, welche Widersprüche es bei den formulierten Aufträgen gibt und welche Aufträge annehmbar sind und welche nicht

 

Zielvereinbarungen:

Man weiß heute, dass Veränderung und Entwicklung effektiver geschieht, wenn ein Beratungsprozess auf die Verwirklichung von Wünschen, Sehnsüchten und Zielen ausgerichtet ist.

Zielformulierungen dienen dazu, einen Horizont für neue Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster zu öffnen. Der Berater unterstützt den Klienten dabei, eine stimmige Zielbeschreibung zu finden, die durch eigene Wertehaltungen und Überzeugungen motiviert ist.

Des weiteren geht es bei Zielvereinbarungen darum,

  • welche Auswirkungen es haben würde, wenn ein Ziel erreicht ist
  • welche Personen von den Veränderungen betroffen sind
  • für wen im System welche Änderungen positiv, für wen welche negativ sind

 

Klienten berichten in der Regel weniger von den Dingen, die sie in ihrem Leben erreichen wollen, und mehr von ihren Problemen und den Dingen, die sie belasten.  Die innere Orientierung richtet sich auf das, was sie vermeiden möchten oder ablehnen und weniger auf das, was sie anstreben.

Umso wichtiger ist es, die Klienten zu einer Umfokussierung auf realistische Ziele einzuladen. Der erste Schritt in diese Richtung besteht darin, eine positive Zielformulierung zu finden.

 

Nutzbarmachen von vorhandenen Kompetenzen:

Oftmals haben Klienten, wenn ihre Aufmerksamkeit vom Problemerleben absorbiert ist, keinen Zugang zu ihren Stärken und persönlichen Kompetenzen.

Es besteht dann die Tendenz, Probleme zu verdinglichen und zu verallgemeinern, so als gäbe es nur noch das Problem.

Pathologisierende Diagnosen verstärken – wie schon gesagt – den Problemfokus und stabilisieren das Problemerleben.

 

Jedoch hat jeder Mensch in seinem bisherigen Leben gelernt,

  • mit unterschiedlichen Einflüssen der Gesellschaft umzugehen
  • Krisen zu bewältigen
  • aus Fehlern zu lernen
  • positive, ressourcevolle Erfahrungen auf seine Weise zu genießen

 

Kompetenzen können sich beziehen auf Fähigkeiten, Wertehaltungen, Erfahrungen von Selbstwert und Selbstvertrauen, Erfahrungen von Liebe und Wertschätzung usw.

 

Lösungsgestaltung:

Man kann davon ausgehen, dass Klienten bereits eine ganze Reihe von Lösungsversuchen unternommen haben, die allerdings gescheitert sind oder nicht das Ergebnis gebracht haben, das sie sich gewünscht haben.

Das Ansprechen der bisherigen Lösungsversuche hat verschiedene Funktionen. Zum einen gibt es Rückmeldung über die Art und Weise, wie und in welchen Mustern der Klient denkt. Diese Informationen können dann gut genutzt werden, wenn es um eine Musterunterbrechung oder um die Integration neuer (jenseits der bisherigen Lösungsversuche) Lösungen geht, oder wenn positive Anteile für die neue Lösung genutzt werden sollen.

Neue Lösungen werden sich an den bereits formulierten Zielvereinbarungen orientieren und bedürfen dringend der Überprüfung bzgl. ihrer  Realisierungsmöglichkeiten.

 

Des weiteren geht es darum, zu erkunden

  • welche Kontextbedingungen erfüllt sein müssten, damit die Lösung gelingt
  • wer was konkret macht
  • wie andere im System damit umgehen

Zukunftsimaginationen sind hilfreich, wenn sie in Bezug zu Bedürfnissen in der Gegenwart stehen.

Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass in der Arbeit mit Jugendlichen und Familiensystemen nach einer sorgfältigen Analyse der Gegenwartssituation insbesondere die Erarbeitung von Zielen, Wertehaltungen und Zukunftsperspektiven effektiv und schnell zu gewünschten Veränderungen führt.

PlanB nutzt dafür verschiedene Ansätze der Humanistischen Psychologie.